medipinio-Studie zu OTC-Arzneimitteln

medipinio-Studie zu OTC-Arzneimitteln

Auszüge aus der Studie

Im Januar und Februar 2018 wurde die zweite Studie mit dem medipinio-Panel, bestehend aus verifizierten Ärzten aus ganz Deutschland, durchgeführt.

Das Thema der Befragung waren OTC-Medikamente. Hier finden Sie einige interessante Auszüge aus der Studie.

 

Am verbreitetsten ist die Empfehlung von OTC-Medikamente bei Erkältung (97% Nennungen). Auch bei Halsschmerzen, Magen-Darm-Beschwerden, Allergien/Heuschnupfen und Nervosität/Unruhe/Schlafstörungen empfehlen je zwischen 85% und 89% der befragten Ärzte OTC-Medikamente.

Die wichtigsten Aspekte bei der Empfehlung eines OTC-Medikaments sind für die befragten Ärzte eine pflanzliche Zusammensetzung, eine durch Studien belegte Wirksamkeit und eine Erwähnung in den Leitlinien / Empfehlungen von Fachgesellschaften.

Näheres zur Studie

Die Befragung fand ab dem 18.01.2018 statt.
Insgesamt haben bis zum 13.02. 149 Ärzte aus ganz Deutschland teilgenommen.
Die Befragten sind im Alter von 27 bis 75 Jahren, das Durchschnittsalter beträgt 50 Jahre.
Unter den Befragten sind 53 Frauen und 91 Männer.

Der deutlich größte Einfluss auf die Patienten bei der Wahl eines OTC-Medikaments wird bei der Empfehlung durch den Arzt gesehen (91% Nennungen). Es folgen die Empfehlung durch die Apotheke (46% Nennungen) und der Bekanntheitsgrad des Medikaments (45% Nennungen).

Von einem Hersteller von OTC-Medikamenten erwarten die Befragten die Bereitstellung von Informationsmaterialien, sowie Mustern/Proben für die Patienten, sowie ein Service-Angebot für Ärzte und einen Arzt-Außendienst.

60% der befragten Ärzte haben allgemein gute Erfahrungen mit dem Thema Selbstmedikation mittels OTC-Medikamenten bei Ihren Patienten (Top2-Wert).

Gute Erfahrungen werden vor allem damit begründet, dass OTC-Medikamente gewählt werden, die auch empfohlen würden und diese bei den Beschwerden der Patienten hilfreich sind. Schlechte Erfahrungen werden vor allem damit begründet, dass von Patienten falsche OTC-Medikamente verwendet werden oder die Selbstmedikation dazu führt, dass andere empfohlene Medikamente nicht mehr genommen werden oder es zu Wechselwirkungen kommt. Auch wird kritisch angemerkt, dass Patienten dadurch teilweise mehr Geld als nötig für zu viele Präparate ausgeben.

Die Beratungsleistung der Apotheker schätzen nur 48% der befragten Ärzte (Top2-Wert) als gut ein.

Ärzte, die die Beratungsleistung der Apotheker als gut einschätzen, begründen dies mit fachlicher Kompetenz und guter Zusammenarbeit.
Ärzte, die die Beratungsleistung der Apotheker nicht als gut einschätzen, nennen als Grund häufig die Empfehlung von zu teuren oder überflüssigen Präparaten und sehen die wirtschaftlichen Interessen bei den Apothekern im Vordergrund.

Fazit

  • Am verbreitetsten ist die Empfehlung von OTC-Medikamente bei Erkältung (97% Nennungen). Auch bei Halsschmerzen, Magen-Darm-Beschwerden, Allergien/Heuschnupfen und Nervosität/Unruhe/Schlafstörungen empfehlen je zwischen 85% und 89% der befragten Ärzte OTC-Medikamente.
  • Die wichtigsten Aspekte bei der Empfehlung eines OTC-Medikaments sind für die befragten Ärzte eine pflanzliche Zusammensetzung, eine durch Studien belegte Wirksamkeit und eine Erwähnung in den Leitlinien / Empfehlungen von Fachgesellschaften.
  • Der deutlich größte Einfluss auf die Patienten bei der Wahl eines OTC-Medikaments wird bei der Empfehlung durch den Arzt gesehen (91% Nennungen). Es folgen die Empfehlung durch die Apotheke (46% Nennungen) und der Bekanntheitsgrad des Medikaments (45% Nennungen).
  • Von einem Hersteller von OTC-Medikamenten erwarten die Befragten die Bereitstellung von Informationsmaterialien, sowie Mustern/Proben für die Patienten, sowie ein Service-Angebot für Ärzte und einen Arzt-Außendienst. Die bevorzugten Wege, die Hersteller von OTC-Medikamenten aus Sicht der Ärzte wählen sollten, um sie bestmöglich über die Präparate zu informieren, sind Außendienstbesuche und Fortbildungsveranstaltungen.
  • Mit der Beratungsleistung von Apothekern und der Selbstmedikation mittels OTC-Medikamenten haben die befragten Ärzte sehr unterschiedliche Erfahrungen gemacht.